Gleitlager

Auch im Bereich der Gleitlager sind wir stets auf der Suche nach der höchstmöglichen Qualität für unsere Kunden. Aus diesem Grund zählen wir für Sie auf die Gleitlager der Firma Igus®. Sie finden hier neben Gleitlagern mit Bund unter anderem auch unser hierfür eigens erstelltes Zubehör aus dem 3D-Drucker. Zudem sind Lineargleitfolien zum Clipsen Teil unseres Angebots.

Was ist ein Gleitlager?

Das Gleitlager ist eine Lagerbauart, die vor allem im Maschinen- und Apparatebau zum Einsatz kommt. Bei einem Gleitlager gleiten die beiden sich relativ zueinander bewegenden Teile aufeinander. Damit dies trotz dem bei Gleitreibung vorhandenen Widerstand möglich ist, wird entweder eine reibungsarme Materialpaarung oder eine Schmierung eingesetzt. Die Schmierung trennt beide Kontaktflächen voneinander. Bei den allermeisten Gleitlagern berühren sich die Kontaktteile dennoch, was zu lebensdauerverkürzendem Verschleiß führt.


Wie funktionieren Gleitlager?

Bei einem Gleitlager bewegt sich eine Welle rotierend in einer Aufnahme, der sogenannten Buchse. Das typische Gleitlager ist also ein Radiallager, dass der radialen Lagerung einer Welle dient. Während die Lauffläche der Welle immer gehärtet ist (was den Verschleiß an diesem schwierig zu tauschendem Bauteil deutlich verringert), kann das Material der Gleitlagerbuchse höchst unterschiedlich sein. Eingesetzt werden unter anderem:


  • Blei-Zinn-Legierungen
  • Kupfer-Zinn-Legierungen (Bronze)
  • Aluminiumlegierungen
  • Messinglegierungen
  • Kunststoffe
  • Keramiken

So unterschiedlich die Gleitlager ausgeprägt sein können, so divers sind auch die verschiedenen Möglichkeiten der Schmierung. Einfache Gleitlager sind ungeschmiert oder nur mit Fett geschmiert. Hydrodynamische Gleitlager verfügen hingegen über einen Schmierfilm zwischen Welle und Buchse, der durch die Rotation der Welle entsteht. Zu Beginn liegt die Welle noch direkt auf dem Lager auf. Mit zunehmender Drehbewegung wird an der unbelasteten Oberseite der Welle Schmieröl zugeführt. Gleichzeitig wird der Druck um die Welle erhöht.

Dies sorgt dafür, dass sich die Welle anhebt und Schmieröl in den schmalen Spalt zwischen Welle und Buchse gelangt. So kommt es hier zu einer Flüssigkeitsreibung – und einer gleichzeitigen Minderung der Reibung. Anders bei hydrostatischen Gleitlagern. Hier sind die Leitlager am Umfang mit Öltaschen versehen. Diese werden konstant mit Öl versorgt. Bei hydrostatischen Gleitlagern berühren sich Welle und Buchse zu keiner Zeit. Verschleiß wird so drastisch vermindert, die Rundlaufgenauigkeit sowie die Tragfähigkeit des Lagers sind gleichzeitig wesentlich erhöht.


Wofür werden Gleitlager verwendet?

Durch die große Auswahl an Gleitlagern mit sehr spezifischen Eigenschaften finden die Lager in vielen Industriebereichen Verwendung. So werden Gleitlager beispielsweise als Radiallager, Axiallager oder Loslager (für eine freie Längsverschiebung) genutzt. Auch als Festlager zur Aufnahme von Quer- und Längskräften oder als Gleitstreifen werden Gleitlager eingesetzt. Man kann tatsächlich sagen: Das Gleitlager findet sich überall dort, wo eine Relativbewegung zwischen zwei Flächen stattfindet!


Was sind die Vorteile eines Gleitlagers?

Im Vergleich zu Wälzlagern haben Gleitlager viele Vorteile, die sie für zahlreiche Anwendungen besonders gut geeignet machen. So benötigen Gleitlager nur minimal Platz und bringen durch die kompakte Bauweise ein geringes Gewicht mit. Gleitlager sind hoch belastbar, gleichzeitig ermöglichen sie beste Dämpfung bei Vibrationen, Stößen oder Erschütterungen. Gleitlager sind weitestgehend tolerant gegen Verschmutzungen, was den Dichtungs- und Wartungsaufwand minimiert. Ebenfalls bezeichnend für Gleitlager sind niedrige Anschaffungskosten und ein geringer Installationsaufwand – und eine überzeugend hohe Lebensdauer. Ebenfalls interessant ist der große Temperaturbereich, in dem Gleitlager verwendet werden können. Dieser Bereich liegt zwischen -200° und +280° Celsius!