Rillenkugellager

Was ist ein Rillenkugellager?

Rillenkugellager sind die mengenmäßig am meisten eingesetzen Wälzlager. Bei dieser Form von Kugellager werden die Kugeln durch die namensgebenden Rillen im Innen- und Außenring geführt. Der Grundaufbau minimiert die Berührungszonen zwischen Laufbahn und Kugel und damit die Reibungsfläche. So wird ein überaus geringer Rollwiderstand erzielt. Damit sich die Kugeln untereinander nicht berühren, werden diese von einem Käfig auf Abstand gehalten


Was sind die Besonderheiten von Rillenkugellagern

Rillenkugellager sind in unterschiedlichsten Größen und überaus preiswert erhältlich. Rillenkugellager nehmen hohe radiale Belastungen auf und – bis zu einem gewissen Grad -auch axiale Lasten. Das macht Rillenkugellager zu echten Multitalenten, entsprechend universell ist ihre Verwendbarkeit.


Was bedeuten die Bezeichnungen wie 623 ZZ?

Bei Rillenkugellagern ist nicht nur die Größe, sondern auch die Art der verwendeten Dichtung relevant. In unserem Beispiel kennzeichnet die 623 ein Miniaturkugellager mit einem Innendurchmesser von 3 Millimetern, einem Außendurchmesser von 10 mm und einer Breite von 4 mm. Interessant ist die Kennzeichnung "ZZ". Dieses Nachsetzzeichen steht für die verwendete Dichtung. ZZ bezeichnet eine beidseitige, berührungsfreie Spaltdichtung aus einer profilierten Stahlblechscheibe. Diese Dichtung erlaubt höhere Drehzahlen als Rillenkugellager mit Kunststoffdichtungen.


Wo werden Rillenkugellager verwendet?

Rillenkugellager werden in den unterschiedlichsten Bereichen eingesetzt. Miniaturausführungen finden sich in der Medizintechnik oder dem Modellbau, größere Versionen kommen in der Fördertechnik, dem Motoren- und Pumpenbau oder der Luft- und Raumfahrt zum Einsatz.